Italiens "Blu" löst sich auf
Der kleinste italienische GMS-Netz-Betreiber "Blu" ist gescheitert. Nachdem man bislang nur vier Prozent Marktanteil und keine UMTS-Lizenz ergattern konnte, hatten sich die Aktionäre vor Monaten zur Einstellung des Betriebes entschlossen.
Verschiedenen Teile von Blu gehen nun an die Konkurrenz.
Ursprünglich hatte sich die EU-Kommission aus Wettbewerbsgründen gegen einen Verkauf einzelner Unternehmensteile an die Wettbewerber ausgesprochen.
Februar 2002: Italiens Mobilfunker Blu vor LiquidationSo wird filetiert
Doch konnte kein geeigneter Käufer gefunden werden, die eingegangen Angebote der spanischen Telefonica und einem Investorenkonsortium waren sehr niedrig ausgefallen.
Nun gibt es doch die Genehmigung aus Brüssel, Blu zu filetieren. Auf diese Weise erhalten die Blu-Teilhaber einen deutlich höheren Erlös.
Der UMTS-Lizenzinhaber Hutchison [internationaler Markenname ist "3"] wird die Sender des Blu-Netzes erhalten, während "Wind" den Markennamen und die Verträge mit den Blu-Kunden übernimmt.
Telecom Italia Mobile [TIM] wird derweil neuer Eigner des Gesellschaftskapitals. Die bislang von Blu genutzten Frequenzen werden von der zuständigen Behörde neu vergeben werden.
