07.08.2002

FLASH-OFDM

Bildquelle: ORF.at

Eigenes Mobilnetz für US-Dienste

Zwei amerikanische Unternehmen möchten der US-Regierung ein IP-basiertes Funknetzwerk verkaufen, dass sowohl Sprachtelefonie als auch Breitbanddatendienste ermöglichen soll.

Primäre User des Netzes sollen dabei Notfalldienste wie das FBI, Polizei, Feuerwehren aber wohl auch militärische und geheime Dienste sein.

Die nicht gerade zurückhaltenden Pläne sprechen von "nationwide coverage" und einer Datenübertragungsrate von rund einem Mbps. Bezüglich etwaiger Errichtungskosten werden bislang allerdings keine Zahlen genannt.

Genutzt werden soll die flash-OFDM Funktechnik [Orthogonal Frequency Division Multiplex]

Verlässlichkeit steht im Vordergrund

Das "Scalable Homeland Security Wireless Communication Network" soll durch besondere Verschlüsselungstechnologien vor Eindringlingen oder Mithörern geschützt werden. Im Katastrophenfall soll es sich durch besondere Ausfallsicherheit auszeichnen.

Dazu soll auch COLT "Cell-on-Light-Truck" beitragen. Auf einem LKW werden zwei Sender installiert, die nahe an den Ort des Geschehens gefahren werden können. Sie sollen eine Reichweite von etwa acht Kilometern haben.

Am 11. September waren die Netze in Manhattan unter der plötzlichen Kommunikationslast zusammengebrochen. Derartiges soll mit dem Notfallnetz hinkünftig verhindert werden.

Plug & Play

Um bestehende Computer in das Netz einzubinden sollen laut Flarion keine besonderen Investitionen notwendig sein.

Beispielsweise Phillips hat angekündigt, im vierten Quartal Plug-and-Play-Steckkarte für PCsnoch ein flash-OFDM-Modem als auf den Markt zu bringen. Bandbreiten bis zu 3 Mbps sollen unterstützt werden.

Das geplante Netz soll nahtloses Wechseln zu und von öffentlichen Netzen und WLAN-Hot-Spots ermöglichen.

Man darf gespannt sein, ob beziehungsweise in welchem Umfang sich die USA ein solches Notfallnetz leisten werden.