06.08.2002

UMSTIEG

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USA wollen Digital-TV beschleunigen

Der US-Rundfunkregulator FCC [Federal Communications Commission] will die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen beschleunigen.

Bei ihrem kommenden Donnerstag stattfindenden Treffen will die Behörde von TV-Geräte-Herstellern eine vollständige Umstellung auf digital-kompatible TV-Apparate bis Ende 2006 verlangen. Bis dahin sollen auch die TV-Stationen auf digitale Signale umgestellt haben.

Preis für Fernsehgeräte steigt

Die FCC will vor allem die Gerätehersteller mit ihrem Beschluss unter Druck setzen. Dieser sieht vor, dass Großbildfernseher bis Ende 2004 und kleinere TV-Geräte bis Ende 2006 mit einem digitalen Decoder versehen werden müssen.

Für die Hersteller ist dies eine unnötige Belastung der Konsumenten. Da in den USA die meisten Haushalte, die digitales Fernsehen empfangen, das Signal über Kabel oder Satellit erhalten, sei ein zusätzlicher Decoder nicht erforderlich.

Teufelskreis durchbrechen

Die FCC will damit den Teufelskreis durchbrechen, der bisher die Umstellung auf digitale Technologien hemmt.

Die Hersteller wollen die Produktion von digitalen Geräten nicht erhöhen, weil sie befürchten die Konsumenten wollen sie aufgrund des geringen Programmangebots nicht.

Die TV-Stationen investieren nur langsam in digitale Programme, solange die Seher nicht über das nötige technische Equipment verfügen, um sie zu empfangen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass Ende 2006 in den USA nur noch digital gesendet wird. 70 Prozent aller 1.240 kommerziellen TV-Stationen in den USA senden nach wie vor ausschließlich analog.

Europa sendet ab 2010 nur noch digital

In Europa soll bis spätestens 2010 auf digitale Frequenzen umgestellt werden. Eine Verpflichtung der Gerätehersteller zur Umstellung der Produktion auf digital-kompatible Geräte gibt es derzeit nicht.