Worldcom wirft Handy-Kunden raus
Der insolvente US-Telekomkonzern Worldcom will zur Reduzierung der Verluste möglich schnell zwei Millionen Kunden seiner Mobilfunk-Tochter Worldcom Wireless loswerden.
In diesem Bereich hatte das Unternehmen im letzten Jahr 700 Millionen Dollar Verlust gemacht. In Briefen wurden die Nutzer aufgefordert, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, berichtete die 'Washington Post'.
Mit Verizon Wireless, Cingular Wireless, AT&T Wireless, Alcatel und Sprint wurde eine Möglichkeit der Übernahme der bisherigen Telefonnummern vereinbart.
Offiziell sollen die jeweiligen Unternehmen keine Prämie für neue Kunden an Worldcom zahlen. Gerüchten zufolge erhält der insolvente Konzern jedoch zumindest von Cingular einen Betrag von 30 Dollar pro Kopf, und macht somit immer noch ein Schnäppchen.
Auch aus Europa gab es wieder schlechte NewsGeborgte Netze
Die Gewinnung eines Neukunden kostet die Mobilfunkanbieter im Durchschnitt 350 Dollar an Marketing und Werbung. Ein Nutzer mit festem Vertrag soll sogar einen wirtschaftlichen Wert von 1.400 Dollar haben.
Die gesamte Mobilfunksparte Worldcoms soll in Kürze verkauft werden. Ein eigenes Netz hat der Konzern jedoch nie besessen, stattdessen wurden Kapazitäten von anderen Betreibern angemietet.
