06.08.2002

ONLINE-BROKER

Bildquelle: Consors

Consors vervierfacht Verlust

Der Nürnberger Direktbroker Consors erwartet nach einer Vervierfachung des Fehlbetrags im ersten Halbjahr weiter keine Besserung des Börsenumfelds in den kommenden Monaten.

Consors geht davon aus, dass die Transaktionszahlen auch in nächster Zeit auf dem niedrigem Niveau verharren oder sogar noch weiter sinken werden.

Verlust vervierfacht

Nach den endgültigen Zahlen für die ersten sechs Monate 2002 vervierfachte sich der Verlust nach Steuern auf 160,4 Millionen Euro von 41 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, was Consors vor allem mit Firmenwertabschreibungen auf Beteiligungen begründete.

Insgesamt hätten Sondereffekte das Ergebnis mit 121 Millionen Euro belastet. Der Zinsüberschuss ging dabei auf 17,2 [20,5] Millionen Euro, der Provisionsüberschuss auf 44 [72,9] Millionen Euro zurück.

Zweiter Squeeze-Out-Versucht gescheitert

Auch der zweite Versuch der kompletten Übernahme der Consors AG durch den Mehrheitseigentümer BNP Paribas ist gescheitert.

Um alle anderen Aktionäre auch gegen deren Willen aus dem Unternehmen auskaufen zu können ["squeeze out"], würde BNP Paribas 95 Prozent der Anteilsscheine benötigen.

Ein erstes Offert hatte 91,54 Prozent gebracht. Eine nun zu Ende gegangen zweite Annahmefrist hat den Stand auf 94,91 Prozent erhöht.

Das sind 0,9 Promillepunkte unter dem erforderlichen Schwellenwert.