Eine Million Kamera-Handys für Europa
Sharp liefert eine Million Handys mit eingebauter Kamera an Vodafone, berichtet Nikkei.
Vodafone möchte die Handys seinen Kunden in sieben europäischen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien, zum Start der MMS-Services anbieten.
Sharp plant vorerst 500.000 Stück zum Start im Herbst auszuliefern, die restlichen sollen dann im Weihnachtsgeschäft parat sein.
Bisher waren japanische Handyhersteller im europäischen Markt nur schwach vertreten. Die lange Erfahrung mit i-mode in Japan sowie die verwendeten hochauflösenden LCDs und Kameras dürften ein ausschlaggebender Grund für den Deal gewesen sein.
Große Hoffnung MMS
Die Betreiber der GPRS- und UMTS-Mobilfunknetze setzen große
Hoffnungen in MMS. Ob MMS tatsächlich ein Erfolg im Massenmarkt
wird, hängt vom Preis ab - so das wenig überraschende Ergebnis einer
aktuellen Studie. Doch nicht nur der Preis der einzelnen Nachricht
ist von Bedeutung, auch die benötigte Hardware könnte wieder
subventioniert werden.
Preis entscheidet über MMSHersteller verstärken Werbung
Sharp hat im vergangenen Jahr im eigenen Land vier Millionen Handys ausgeliefert, Nokia liefert im Jahr 30 bis 40 Mio. Handys weltweit aus. Sharp beliefert auch J-Phone Co., eine japanische Tochtergesellschaft von Vodafone.
i-mode wird in Europa ebenfalls seit einigen Monaten angeboten und bietet neben e-mail auch Stadtpläne, Shopping und aktuelle News.
Auch NEC und Mitsubishi Electric haben die Werbung für ihre Handys in Europa verstärkt und hoffen auf Marktanteile durch Erfahrungsvorsprung bei den neuen Technologien.
Das ist MMS [Multimedia Messaging System]
Bei MMS kann der Anwender unterschiedliche Medien wie Texte,
Bilder, Animationen, Video- und Audiosequenzen in einer Nachricht
verarbeiten und anschließend als Nachricht per Handy verschicken. In
technischer Hinsicht fungiert MMS als IP-basierte Lösung für die
Übertragung von multimedialen Inhalten von und zu verschiedenen
mobilen Endgeräten.
Vodafone
