05.08.2002

FINNLAND

Bildquelle: sonera

Regierung wackelt wegen UMTS-Lizenz

Finnlands Regierung ist zusammen mit dem Telekonzern Sonera wegen des komplett fehlgeschlagenen Kaufs einer deutschen UMTS-Lizenz in Bedrängnis geraten.

Medien in Helsinki stufen dies als "größter unternehmerischen Fehler aller Zeiten" ein.

Auf dem Höhepunkt der Hype hatte Sonera an den deutschen Finanzminister für das Recht, ein UMTS-Netz aufzubauen, vier Milliarden Euro überwiesen.

Finnische Steuerzahler finanzieren

Nach dem letzte Woche endgültig bestätigten, kompletten Ausstieg aus der Zusammenarbeit mit dem spanischen Partner Telefonica Moviles in der "Group 3G" werden die vier Mrd. nun schlicht als Verlust abgebucht.

Für das vor der Fusion mit dem schwedischen Telia-Konzern stehende Unternehmen ist der Verlust alles andere als ein Pappenstiel.

Hätte die finnische Regierung 2001 keine Steuergelder als Kapitalspritze locker gemacht, wäre das Unternehmen wohl damals als Folge der UMTS-Zahlung zusammengebrochen, meinte die größte finnische Zeitung "Helsingin Sanomat".