05.08.2002

NETZMUSIK

Bildquelle:

Pressplay und MusicNet unter Druck

Online-Musikhändler fordern von der Musikindustrie die selben Konditionen wie sie auch den Portalen Pressplay und MusicNet, die im Besitz der fünf großen Labels sind, gewährt werden. Die Bevorzugung der beiden Online-Musiksites verstößt in den Augen der Konkurrenten gegen das Wettbewerbsrecht.

Den Zugang zum Repertoire der großen Labels bietet zwar auch der Musikhändler Listen.com, die Mitbewerber sehen sich aber trotzdem benachteiligt. Die Digital Media Association hofft auf ein baldiges Angebot der Industrie auch für andere Musikhändler im Internet.

Gesetzesentwurf für mehr Wettbewerb

Der Vertrag von Sony und Universal Music mit ihrer Tochter Pressplay sei eine Wettbewerbsverzerrung, wenn nicht andere gleiche Bedingungen erhalten. "Wir würden gerne einen ähnlichen Deal wie mit Pressplay mit jedermann abschließen, der zu uns mit einem ähnlichen Geschäftsangebot kommt", so der Präsident der Elabs von Universal Music.

Zusätzlich haben nun die zwei US-Kongressabgeordneten Rick Boucher und Chris Cannon einen Gesetzesentwurf eingebracht, der die Labels zwingen soll, die Lizenzbedingungen für Pressplay und MusicNet auch allen Mitbewerbern anzubieten.

Die fünf so genannten "Major Labels" Universal Music Group, Sony, Warner Music, EMI und BMG halten die Rechte an etwa 85 Prozent der in den USA verkauften Musik, die Pressplay-Eigentümer Sony und Universal Music gemeinsam etwa 40 Prozent.