User-Daten für die Passport-Partner
Wieder einmal hat Microsoft die Nutzungsbedingungen für MSN und Hotmail einseitig geändert. Wie der Newsletter "Woody's Windows Watch" mitteilt, kann das Unternehmen Daten der User [unter anderem E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Land, Postleitzahl, Geschlecht und Beruf] seit längerer Zeit weitergeben.
Mit der Einführung von .NET Passport wurden nämlich die Hotmail- und MSN-Bedingungen geändert. Microsoft darf gesammelte Userdaten an alle Passport-Partner weitergeben, welche bei der Verwendung dieser Daten offenbar keinerlei vertraglichen Einschränkungen unterliegen.
Demnach könnte also jeder Passport-Partner werden und die ihm übermittelten Daten beliebig verkaufen.
Wie man die Weitergabe untersagt
Seit kurzem können Hotmail-User nun die Weitergabe ihrer Daten untersagen. In der US-Version des Dienstes muss man dazu neben dem "Adress Book" auf "Options" klicken, dort dann auf das "Personal Profile" zugreifen und ganz nach unten scrollen. Dort finden sich zwei neue Checkboxen, die standardmäßig aktiviert sind: "Share my e-mail address" und "Share my other registration information". Von MS bereits weitergegebene Informationen können dadurch aber nicht beeinflusst werden.
User haben jeder Änderung zugestimmt
In den Nutzungsbedingungen hat sich der Konzern vorbehalten, diese jederzeit nach Belieben ändern zu können. Die User müssen nicht gesondert einwilligen oder verständigt werden.
In Redmond hat man davon in der Vergangenheit ausführlich Gebrauch gemacht. In einer Stellungnahme weist das Unternehmen darauf hin, dass jeder User bei seiner Anmeldung zugestimmt habe, dass die Bedingungen geändert werden könnten. Außerdem veröffentliche man Änderungen 30 Tage im Voraus.
Somit habe, so MS, jeder User der Weitergabe seiner Daten zugestimmt. Tröstend der Hinweis: "Once you cancel your account with MSN, this information is no longer kept."
Was die Partnerunternehmen mit den übermittelten Daten machen, ist damit aber nicht gesagt.
Hotmail löscht gesendete E-Mails
Microsoft hat letzte Woche bei seinem kostenlosen E-Mail-Service
Hotmail eine neue Regelung gestartet. Nachrichten in den
"Gesendet"-Ordnern, die älter als 30 Tage sind, werden ab sofort
automatisch gelöscht.
MS: "Man wird sich schon daran gewöhnen"80 Prozent Spam
Laut den in einem Bericht von Associated Press veröffentlichten Daten einer Untersuchung sind 80 Prozent aller in Hotmail-Mailboxen eingehenden Mails Spam.
In dieser Statistik nicht enthalten sind unerwünschte Werbemails, die bereits von den Hotmail-Spamfiltern abgefangen werden.
Entweder versuchen Spammer laufend, Hotmail-Adressen zu erraten, oder die Weitergabe von Userdaten erfolgt blitzschnell. Im Rahmen der Untersuchung wurden zu Testzwecken zwei Hotmail-Accounts angelegt, deren Adressen nirgends bekanntgegeben wurden.
Nach nur zwei Stunden waren bereits Spam-Mails eingegangen.
Mit P2P Spam bekämpfen
Das US-Start-up Cloudmark bietet mit "SpamNet" eine Erweiterung
für Microsoft Outlook an, mit der Spam-Mails wirkungsvoll
aussortiert werden sollen.
Software gegen Spam
