04.08.2002

ITALIEN

Telecom Italia verkauft weiter

Die Telecom Italia verringert weiter ihre Engagements in diversen Unternehmen. Nun wurde die Satellitentochter Telespazio an den italienische Maschinenbau-, Luft- und Raumfahrtkonzern Finmeccanica veräußert.

Laut Finmeccanica will man mit den beiden Akquisitionen die Aktivitäten im Rüstungs- und Raumfahrtsektor konsolidieren und die Wettbewerbsposition als Marktführer in Italien beziehungsweise einer der führenden Anbieter in Europa festigen.

Für die Telecom Italia bringt der Telespazio-Verkauf [Erlös: 240 Millionen Euro] einen Nettogewinn von 38 Millionen Euro.

Das zweite von Finmeccanica erworbene Unternehmen, Marconi Mobile, stellt Kommunikationssysteme für das Militär und Sicherheitsfirmen her. Der Kaufpreis betrug hier 614 Millionen Euro [inkl. Schuldenübernahme von 43 Millionen].

Marconi-Chef vor Rücktritt

Der Verkauf von Marconi Mobile ist Teil des Planes der Mutter [Marconi, Hauptgeschäftsfeld sind Ausrüstungen für Hochgeschwindigkeitsfestnetze], die Schulden des Unternehmens durch Veräußerungen nicht kerngeschäftsrelevanter Unternehmen zu verringern.

Der Chef von Marconi, Derek Bonham, dürfte indes im Herbt zurücktreten, wenn die Gläubiger[banken] das Unternehmen im Austausch für Schuldenerlässe übernehmen. Auch der Financial Director, Steve Hare, dürfte Marconi dann verlassen.

Die Schulden belaufen sich auf rund 6,36 Milliarden Euro. Der Kurs der Marconi-Aktie hat sich im Verhältnis zum Höchststand von 12 Pfund Sterling um mehr als 99 Prozent verringert.

Der Schlusskurs der Marconi-Stammaktie lag am Freitag nach deutlichen Gewinnen bei 0,0356 Pfund.