03.08.2002

BUY & READ

Bildquelle: PhotoDisc

Immer mehr bezahlen für Web-Content

Laut einer aktuellen Studie der OPA [Online Publisher Association] und Comscore Networks haben die US-Bürger in den ersten drei Monaten dieses Jahres 300 Mio. USD für Web-Content ausgegeben. Das bedeutet eine 155 prozentige Steigerung im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres.

Das Ergebnis ist wenig überraschend, da viele Firmen die stagnierende Online-Werbung abfangen wollen, indem sie für ihr Online-Angebot Geld verlangen.

Yahoo, RealNetworks und MSN aber auch zahlreiche Online-Ausgaben von Tageszeitungen haben Services eingeführt, für die Interessenten zahlen müssen. "Salon.com", Webzine der ersten Stunde, verlangt bereits seit längerem für den werbefreien Zugang zu ausgewählten Artikeln 30 USD jährlich.

Geld für wertvolle Informationen

Die OPA wiederum interpretiert das Ergebniss dahingehend, dass Konsumenten bereitwilliger für Exklusiv-Inhalte wie gestreamte Videos, Live-Sportkommentare oder aktuelle Nachrichten Geld ausgeben.

"Je wertvoller die angebotenen Informationen werden, desto eher sind die Konsumenten bereit dafür zu zahlen" so ein Vertreter der OPA.

Laut Yahoo sind eine Mio. Konsumenten bereit für Content von Yahoo zu bezahlen. RealNetworks gibt 750.000 Abonnenten an, die hauptsächlich RealOne-Services mit Videos und Audios von CNN und ABCNews.com in Anspruch nehmen.

Im gesamten Jahr 2001 sind für Web-Inhalte 675 Mio. USD ausgegeben worden, eine Steigerung von 92 Prozent gegenüber 2000.