Analystenecho auf AT&S-Quartalszahlen
Ein gemischtes Bild hinterlässt das Analystenecho auf die AT&S-Ergebnisse zum ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2002/03.
So lobt die Investmentbank Merrill Lynch einerseits, dass AT&S selbst in "schwierigen Märkten" profitabel agiere, unterstreicht auf der anderen Seite allerdings, dass die Aktie "am oberen Ende der Bewertungen für europäische Elektronik-Zulieferer" notiere.
Divergierende Aussichten
Kurz- bis mittelfristig stuft Merrill Lynch die Aktie - auch
wegen des schwachen Sektorausblicks - auf "Reduce/Sell", legt sie
langfristig denkenden Investoren hingegen mit einem "Strong
buy"-Rating ans Herz.
AT&SVerkaufsabsichten eines Großaktionärs
Die Analysten der Deutschen Bank sehen kurzfristig die Gefahr eines Aktienüberhangs wegen der Verkaufsabsichten des AT&S-Großaktionärs Helmut Zoidl, der rund 3,64 Millionen Aktien oder 13 Prozent an AT&S hält. Angesichts eines durchschnittlichen Tagesumsatz von bloß 35.000 AT&S-Aktien am Neuen Markt hält die Deutsche Bank ihre "Hold"-Empfehlung bis zur Lösung dieser Frage aufrecht.
Die Berenberg Bank und Helaba Trust haben ihre vor der Ergebnisveröffentlichung publizierten Empfehlungen "Hold" bzw. "Untergewichten" bekräftigt.
Bank Austria-Creditanstalt haben bereits mit einer Bestätigung der "Hold"-Empfehlung und LBBW mit einem bekräftigtem "Akkumulieren"-Rating in dieser Woche auf die AT&S-Quartalszahlen reagiert.
Im Durchschnitt erwarten die sechs Institute für das laufende Geschäftsjahr [bis März 2003] einen Gewinn je Aktie von 0,34 Euro.
