Siemens spart bei Mobilfunk und Netzwerk
Der Siemens-Konzern erwägt wegen der anhaltend schwachen Nachfrage nach Telekommunikations-Infrastruktur einen weiteren Stellenabbau in den Sparten Netzwerke [ICN] und Mobilfunk [ICM].
"Es gibt Überlegungen für weitere Kapazitätsanpassungen, die auch einen Stellenabbau umfassen können. Wann und und in welcher Größenordnung steht nicht fest", sagte eine Sprecherin des Konzerns heute. Es gebe aber noch keine Beschlüsse.
Minus 5.000 Stellen
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete unter Berufung
auf Äußerungen von Wolfgang Müller von der IG Metall Bayern, in der
Netzwerksparte sei bis zum Ende des kommenden Geschäftsjahres
2002/2003 [zum 30. September] mit einem Abbau von mindestens 4.000
weiteren Arbeitsplätzen zu rechnen. In der Mobilfunksparte sollten
noch einmal "unter 1000" Stellen wegfallen.
SiemensInsgesamt werden 30.000 Mitarbeiter abgebaut
Diese Zahlen wollte die Sprecherin nicht bestätigten. ICN-Chef Thomas Ganswindt hatte Anfang der Woche auf einer Analystenkonferenz weitere Restrukturierungsmaßnahmen nicht ausgeschlossen. "Wir schauen uns den Markt jedes Quartal neu an und entscheiden über Maßnahmen." Die Notwendigkeit weiterer Kostensenkungen hinge von der Marktentwicklung ab.
Der Siemens-Konzern hat im vergangenen und im laufenden Jahr den Abbau von insgesamt mehr als 30.000 Beschäftigten angekündigt, was etwa sieben Prozent der weltweiten Mitarbeiter entspricht.
Erst am Mittwoch hatte die Siemens-Sparte Gebäudetechnik erklärt, das Projektgeschäft mit rund 1300 Mitarbeitern möglich schnell zu verkaufen und weitere 900 Stellen in der Sparte abzubauen.
