UPC zieht sich aus Deutschland zurück
Die schwer verschuldete niederländische Kabelnetzbetreiber United Pan-Europe Communications [UPC] hat sich mehrheitlich aus dem gemeinsam mit dem Kabelnetzanbieter ewt/tss betriebenen Unternehmen UPC Germany zurückgezogen.
Als Gegenleistung wurde eine von UPC zugesicherte Kapitalbeteiligung mit einem Nennwert von 359 Millionen Euro zurückgezogen. Die Investorenfamilie Strizl habe die UPC-Position übernommen und kontrolliere nun 71,3 Prozent des Unternehmens.
UPC bleibt größter Betreiber
UPC bleibe als größter europäischer Kabelnetzbetreiber mit seinem
auf einen Minderheitsanteil von 28,7 Prozent geschrumpften Anteil
ein wichtiger Partner, hieß es weiter.
UPCUPC ist Haupteigentümer von Telekabel
Vom 1. August an wird UPC die gemeinsame Tochter nicht mehr in der Bilanz konsolidieren.
Eigenen Angaben zufolge will die Kabeltechnikfirma ewt/tss ihre Kabelaktivitäten ausbauen. Geplant sei, das Netz gezielt aufzurüsten und neben digitalen Fernsehprogrammen auch Internet-Verbindungen zu ermöglichen.
Die UPC ist mit einem Anteil von 95 Prozent Haupteigentümer von Telekabel Wien, Klagenfurt, Baden und Wiener Neustadt.
