Schnelles Internet für Japan
Derzeit nutzen knapp die Hälfte der Japaner über sechs Jahren das Internet.
Laut einer staatlichen Studie, die vom Telekomministerium in Auftrag gegeben wurde, surften per Ende 2001 56 Millionen User im Netz. Nicht weniger als 6,6 Millionen haben ausschließlich über ihr Mobiltelefon Zugriff zum Netz.
Die Kombination von rasentem Wachstum im DSL-Bereich [Digital Subscriber Line, schneller Internetzugang über herkömmliche Telefonleitungen] und fallende Gebühren sollen laut Studie die Internetnutzung weiter vorantreiben.
Billig und schnell
Die Telekomfirma Heisei Denden wird ab September ihren neuen
ADSL-Service "Denko Sekka" zu geringem Preis, aber mit exorbitanter
Geschwindigkeit anbieten. Für umgerechnet bloß 17 Euro im Monat
erhalten die Kunden ein Zugang mit nicht weniger als 12
Megabit/Sekunde Download und 1 Megabit/Sekunde Upload.
Heisei Denden12 Megabit/Sekunde ab November
Die 12-Megabit-Grenze soll im November fallen, bis dahin läuft der Anschluss mit 10 Megabit.
In Japan treten DSL-Firmen und Internet-Provider getrennt auf. Während Heisei Denden als Telco die Connectivity zur Verfügung stellt, wickelt Freecom die Providerdienste ab. Letztere sind jedoch im ersten Jahr kostenlos.
Die ADSL-Spezifikation für den schnellen Anschluss heißt "Annex C.x" , eine erweiterte Version der Annex-C-Spezifikation.
Heisei Denden wird den schnellen DSL-Dienst vorerst in 325 Wählämtern in 35 Provinzen anbieten. Die Zahl der aufgerüsteten Wählämter soll auf mehr als 1.000 steigen, damit Japan flächendeckend versorgt werden kann. Das 12-Megabit-ADSL funktioniert in einem Radius von 5 Kilometern [7 km ab Oktober] vom jeweiligen Wählamt entfernt. Um die vollen 12 Megabit nutzen zu können, erhalten die ADSL-Modems ein Firmware-Upgrade.
Billigstes Angebot
"Denko Sekka" ist ab Herbst nicht nur der schnellste, sondern auch der billigste ADSL-Dienst in Japan. Der zweitbilligste Anschluss der Konkurrenz heißt "Yahoo!! BB" und kostet beinahe das Doppelte.
