31.07.2002

MORGEN

Bildquelle: MS

Start für umstrittenes MS-Lizenzmodell

Nachdem der Start nach Kundenprotesten mehrmals verschoben wurde, startet morgen das umstrittene Lizenzmodell von Microsoft.

Bei dem neuen Lizenzmodell 6.0 kann der Kunde für eine feste Abo-Gebühr alle neuen Versionen eines Microsoft-Programms in einem bestimmten Zeitraum nutzen, statt sich hin und wieder neue Softwarepakete zu kaufen.

Keine günstigen Software-Upgrades mehr möglich

Ab August können Besitzer von Microsoft- Programmen also keine der bislang üblichen Software-Upgrades - eigentlich verbilligte Neu-Versionen - mehr erwerben. Für jede neue Version muß der Gesamtpreis bezahlt werden.

Mit der Software Assurance bekommen Unternehmen während der Vertragslaufzeit alle verfügbaren Upgrades ihrer lizenzierten Programme. Dafür ist aber eine monatliche Gebühr fällig. MS kann durch dieses Modell auf fixe monatliche Einnahmen zählen.

Später Umstieg kommt teuer

Wer sich bis jetzt nicht für das neue Modell entscheiden konnte, der erhält beim Umstieg auf neue Versionen keine Vergünstigungen mehr. Ab August bietet MS die Software Assurance lediglich den Benutzern an, die eine Current-Version besitzen, im Falle des Büropakets heißt das Office XP.

Analysten von Gartner rechnen mit einem Aufschlag von 45 Prozent für diejenigen Benutzer, die bislang nicht reagiert haben und eine neue Version benötigen, da sie den vollen Preis des Produkts bezahlen müssen.