31.07.2002

XP4

Trident bringt 3D-Chip mit "Tiling"

Grafikchip-Pionier Trident will im Herbst seinen "XP4" getauften Chip ausliefern. Die Lowcost-Lösung soll auf Grafikkarten für unter 100 USD erscheinen.

Bereits im April hatte Trident den XP4 für Notebooks angekündigt. Einem Bericht von "Silicon Strategies" zufolge will man das Design jetzt auch fit für AGP-Karten machen. Statt bisher 250 MHz soll der Blade XP dann mit bis zu 300 MHz laufen.

Tiling

Bei allen drei Modellen arbeiten die Grafikchips zur Schonung der Bandbreite mit "Tiling" - mit dieser Technologie konnte der Kyro von PowerVR 2001 zumindest Achtungserfolge erzielen. Marktführer NVIDIA erteilt Tiling jedoch eine Absage.

Etwas unklar sind Tridents Aussagen zur Unterstützung der Funktionen von DirectX 8.1 und DirectX 9. Der Notebook-XP4 soll dem Datenblatt zufolge alle Pixel- und Vertex-Shader für DirectX 8.1 umfassen, so dass auch bei der Desktop-Version davon auszugehen ist.

Ein Trident-Sprecher sagte lediglich, die neuen Chips seien "kompatibel zur Beta von DirectX 9". Fest steht der Rest der Specs: AGP 4x, vier Pipelines.

Der XP4 besteht nur aus 30 Millionen Transistoren, ein GeForce4 MX ohne Shader etwa kommt auf rund 26 Millionen Transistoren. Damit wäre der XP4 zumindest gut gerüstet, was die Herstellungskosten betrifft - ob auch die Performance für den Mainstream-Markt reicht, müssen erst unabhängige Tests zeigen. Schwer dürfte es für Trident auf jeden Fall werden, Kunden für den neuen Chip zu finden. Die taiwanischen Grafikkartenhersteller sind entweder mit NVIDIA oder ATI fest verbandelt, selbst VIA musste sich für seine neuen Chips von S3 schon Tyan als Board-Partner suchen.