30.07.2002

BAUSTELLE

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Siemens plant Restrukturierung

Der Siemens-Konzern schließt weitere Restrukturierungsmaßnahmen in seinen Kommunikationssparten nicht aus.

An den mittelfristigen Renditezielen halten die Bereiche Netzwerke [ICN], IT-Dienstleistungen [SBS] und Mobilfunk [ICM] aber fest.

Netzwerksparte ICN

Die defizitäre Netzwerksparte komme mit der Umsetzung des bisherigen Restrukturierungsprogramms gut voran, sagte ICN-Chef Thomas Ganswindt. "Wenn wir diesen Weg konsequent weitergehen, werden wir die Gewinnschwelle erreichen."

Von dem geplanten Abbau von 16.600 Stellen seien bereits 10.900 umgesetzt, von der anvisierten Kostenreduzierung von zwei Milliarden Euro seit März 2001 schon 1,3 Milliarden Euro realisiert.

Trotz der Unklarheiten über die künftige Marktentwicklung halte ICN an dem Ziel fest, bis Ende des Geschäftsjahres 2004 eine operative Marge zwischen acht bis elf Prozent zu erzielen.

IT-Dienstleistungssparte SBS

Auch in der IT-Dienstleistungssparte hat Siemens mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. Deshalb wolle die Sparte SBS ihre Kapazität um 2.500 so genannte Mannjahre verringern, bestätigte SBS-Vorstand Regendantz.

Das sei nicht gleichzusetzen mit Entlassungen. Durch die natürliche Fluktuation, kürzere Arbeitszeiten und Teilzeitregelungen wolle man das so weit es geht verhindern. Dennoch müsse man sich auch auf einen weiteren Stellenabbau vorbereiten.

Steigender Handy-Absatz

Im Handygeschäft rechnet Mobilfunk-Chef Rudi Lamprecht trotz eines fast stagnierenden Weltmarktes mit einem steigenden Absatz im laufenden Geschäftsjahr. Siemens erwarte einen Absatz von 32 bis 33 [Vorjahr: 28,9] Millionen Mobiltelefonen.

Damit werde Siemens seinen Anteil am weltweiten Handymarkt ausbauen. Profitabel sei das Geschäft ab 28 bis 30 Millionen verkaufter Handys.