30.07.2002

QUAKE & CO

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Online-Games als echter Sport

Online-Games liegen voll im Trend. Durch die rasante Entwicklung der technischen Leistungsfähigkeit von PCs und leistbarer Bandbreiten begünstigt, wird die Community der Online-Gamer immer größer.

Schon bald begaben sich die Spieler auf die Suche nach den wahren Meistern. So werden Online-Games langsam aber sicher zu einer echten Sportdisziplin.

Seit einiger Zeit werden nationale und internationale Meisterschaften ausgetragen. Nun werden diese auch live im [Web-]Radio übertragen beziehungsweise kommentiert - ganz wie bei großen herkömmlichen Sportevents auch.

Virtuelle und echte Speerwerfer

Auch auf physiologischer Ebene entsprechen die Leistungen von Online Gamern denen von Akteuren körperlicher Sportarten.

Während von Spitzenschachspielern schon lange bekannt ist, dass sie so viel Energie verbrauchen wie Leichathleten, haben Untersuchungen an Usern aktionsgeladener Computerspiele

nun ergeben, dass sie sich in genau den gleichen Geisteszustand begeben wie herkömmliche Sportler.

Der Londoner Sportpsychologe Costas Karageorghis bezeichnet die Art Meditationszustand, in dem die besten Leistungen erbracht werden, als "Flow State". In einer Versuchsanordnung erreichte ein "Virtual Fighter" praktisch den gleichen Flow-State-Wert wie ein Profi-Speerwerfer.

Auf dem Weg zum Profitum

Manche Teams sind bereits klar auf dem Weg, ihren Sport zu professionalisieren. Mangels öffentlicher Förderung können sie dabei nur auf zwei Geldquellen zurückgreifen: Sponsoren und Preisgelder.

Heimische LANs loben beispielsweise üblicherweise für "Counter Strike"-Gewinnerteams Preise in der Größenordnung von 700 Euro aus, bei internationalen Wettkämpfen wie dem jährlichen Finale der "Cyberathlete Professional League" [CPL] sind allerdings schon 50.000 USD zu gewinnen.

In Europa lebt momentan noch kein Team vom "CS"-Spielen, in den USA dürften es schon eine Hand voll Spieler sein.