Online-Games als echter Sport
Online-Games liegen voll im Trend. Durch die rasante Entwicklung der technischen Leistungsfähigkeit von PCs und leistbarer Bandbreiten begünstigt, wird die Community der Online-Gamer immer größer.
Schon bald begaben sich die Spieler auf die Suche nach den wahren Meistern. So werden Online-Games langsam aber sicher zu einer echten Sportdisziplin.
Seit einiger Zeit werden nationale und internationale Meisterschaften ausgetragen. Nun werden diese auch live im [Web-]Radio übertragen beziehungsweise kommentiert - ganz wie bei großen herkömmlichen Sportevents auch.
Live-Übertragungen
Team Sportscast Network beispielsweise versieht Begegnungen von
Teams, die Counterstrike, Quake 3, Return to Castle Wolfenstein und
andere Games gegeneinander spielen, mit Kommentaren und überträgt
diese live online. Fast täglich gibt es eine oder mehrere
Live-Übertragungen.
Team Sportscast NetworkVirtuelle und echte Speerwerfer
Auch auf physiologischer Ebene entsprechen die Leistungen von Online Gamern denen von Akteuren körperlicher Sportarten.
Während von Spitzenschachspielern schon lange bekannt ist, dass sie so viel Energie verbrauchen wie Leichathleten, haben Untersuchungen an Usern aktionsgeladener Computerspiele
nun ergeben, dass sie sich in genau den gleichen Geisteszustand begeben wie herkömmliche Sportler.
Der Londoner Sportpsychologe Costas Karageorghis bezeichnet die Art Meditationszustand, in dem die besten Leistungen erbracht werden, als "Flow State". In einer Versuchsanordnung erreichte ein "Virtual Fighter" praktisch den gleichen Flow-State-Wert wie ein Profi-Speerwerfer.
1. Europäisches Giga-WAN
Computerspieler treffen sich nicht nur online, sondern auch bei
LAN-Parties. Nachdem hier eine Rekordjagd in punkto Teilnehmerzahlen
und Dauer zu organisatorisch sehr aufwendigen Events geführt hat,
versucht man nun über das Netz mehrere solche Events
zusammenzuschließen, um wiederum neue Rekorde zu ermöglichen.
PLanetlan: Pläne für gigantisches WAN-EventAuf dem Weg zum Profitum
Manche Teams sind bereits klar auf dem Weg, ihren Sport zu professionalisieren. Mangels öffentlicher Förderung können sie dabei nur auf zwei Geldquellen zurückgreifen: Sponsoren und Preisgelder.
Heimische LANs loben beispielsweise üblicherweise für "Counter Strike"-Gewinnerteams Preise in der Größenordnung von 700 Euro aus, bei internationalen Wettkämpfen wie dem jährlichen Finale der "Cyberathlete Professional League" [CPL] sind allerdings schon 50.000 USD zu gewinnen.
In Europa lebt momentan noch kein Team vom "CS"-Spielen, in den USA dürften es schon eine Hand voll Spieler sein.
