30.07.2002

BALLERN

Bildquelle: pentagon

US-Army spricht "falschen" Nachwuchs an

Die US-Army hat kollegiale Schelte für ihr Computerspiel "America's Army" erhalten, mit dessen Hilfe Rekruten für den Dienst am Vaterland angeworben werden sollen.

Die deutsche Bundeswehr hält von dem Game nach Aussage von Sprecher Joachim Schmidt "nichts", obwohl auch ihre Jugendinformationsseite Spiele anbietet:

"Auf 'Ballerspiele' ist gänzlich und bewusst verzichtet worden, weil wir der Meinung sind, dass man durch diese Spiele den 'falschen' Nachwuchs anspricht", sagte Schmidt.

Die Bundeswehr-Seite werbe dagegen nicht für den Krieg, sondern für den Beruf des Soldaten.

Trotzdem ein Hit

Laut der US-Army hat sich "America's Army"schon in den ersten Tag als echter Hit erwiesen und wurde "mehrere hunderttausend Mal" heruntergeladen.

Am 4. Juli wurde vorerst eine Version von "Operations: Defend Freedom" mit zehn der insgesamt 19 Levels zum Download angeboten.