US-Army spricht "falschen" Nachwuchs an
Die US-Army hat kollegiale Schelte für ihr Computerspiel "America's Army" erhalten, mit dessen Hilfe Rekruten für den Dienst am Vaterland angeworben werden sollen.
Die deutsche Bundeswehr hält von dem Game nach Aussage von Sprecher Joachim Schmidt "nichts", obwohl auch ihre Jugendinformationsseite Spiele anbietet:
"Auf 'Ballerspiele' ist gänzlich und bewusst verzichtet worden, weil wir der Meinung sind, dass man durch diese Spiele den 'falschen' Nachwuchs anspricht", sagte Schmidt.
Die Bundeswehr-Seite werbe dagegen nicht für den Krieg, sondern für den Beruf des Soldaten.
Auf der Bundeswehr-Jugendseite wird das Spiel "Luna Mission" angeboten. Dabei steuert der Spieler die Aufklärungsdrohne Luna, mit der er militärische Objekte ortet und per Mausklick fotografiert. "Der Klick bedeutet nicht 'Abschuss' oder 'Vernichtung'", betont Schmidt.
BundeswehrTrotzdem ein Hit
Laut der US-Army hat sich "America's Army"schon in den ersten Tag als echter Hit erwiesen und wurde "mehrere hunderttausend Mal" heruntergeladen.
Am 4. Juli wurde vorerst eine Version von "Operations: Defend Freedom" mit zehn der insgesamt 19 Levels zum Download angeboten.
Als Rekrut tritt man der Army bei, absolviert die Grundausbildung und Schießtraining und kämpft an der Seite der 10. Gebirgsdivision und der 172. Infanteriebrigade. Im kompletten "America's Army"-Package, das Ende des Sommers erscheint, soll unter anderem noch eine Scharfschützen-, Fallschirmjäger- und Rangerausbildung enthalten sein.
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