Ziff Davis kurz vor vor der Pleite
Ziff Davis Media, einer der großen Herausgeber von Technologie-Magazinen in den USA, hat seinen Anzeigenkunden mitgeteilt, dass das Unternehmen bis Ende der Woche Insolvenz anmelden wird.
Das berichtet die "New York Times" heute unter Berufung auf zwei leitende Manager aus dem Anzeigenabteilung und einem großen Werbekunden.
Das "PC-Magazin" des Ziff Davis Verlags hat in den USA eine Auflage von 1,23 Millionen. Das Onlinemagazin "ZDNet" wurde bereits im Juli 2000 für 1,6 Milliarden Dollar im Aktientausch vom Konkurrenten "Cnet" geschluckt.
Im letzten Jahr hat das Medienhaus seine Belegschaft von ehedem 1.150 auf 450 reduziert und viele Titel ¿ zuletzt Yahoo Internet Life - eingestellt. Willis Stein & Partners hatten in der Boomphase der Branche 780 Million Dollar für den weltweit renommierten IT-Verlag bezahlt.
Ziff DavisGeplatzter Deal
Offiziell wollte sich das Unternehmen nicht zu den Spekulationen äußern. Es kündigte aber für den nächsten Freitag die Bekanntgabe einer finanzielle Neukonstruierung an.
Das Verlagshaus, dass mehrheitlich zur Investorengruppe Willis Stein & Partners gehört, hatte im Mai 2002 versucht seine Schulden in Höhe von 450 Million USD auf 155 Million niederschlagen zu lassen, um dem sicheren Bankrott zu entgehen.
Dieser Deal scheint jetzt geplatzt zu sein, weil man nicht die erforderliche Mehrheit von 95 Prozent der Aktionäre dafür gewinnen konnte.
