Roboter verkauft Döner-Sandwiches
Nachdem die Kölner Medienagentur Antwerpes ihren humanoiden Verkaufsroboter "Salesbot" auf der Internet World zum ersten Mal präsentierte, musste der blecherne Hilfsarbeiter nun in einer Döner-Bude erstmals sein verkäuferisches Talent unter Beweis stellen.
"Mit Tsatsiki?"
Körperliche Arbeit liegt dem Salesbot zwar noch nicht, aber den Wunsch nach einem Döner Sandwich kontert er sofort mit der Gegenfrage "Mit Tsatsiki?".
"Leider zieht er beim Aufwärmen des Fladenbrots seine Hand nicht aus der Mikrowelle.", scherzt CEO Frank Antwerpes in seinem Resümee.
Medienagentur AntwerpesVoiceXML
Der Roboter bewegt sich mit Hilfe von 22 Elektromotoren, seine Spracherkennung basiert auf der Voice-XML-Technologie, die die Programmierung und den Abruf webbasierter, personalisierter, interaktiver sprachgesteuerter Dienste ermöglicht.
Die Grundlagen von VoiceXML wurden in den Labors von AT&T, IBM, Lucent Technologies und Motorola geschaffen.
Neues Wissen für den Salesbot
Die Entwickler des blechernen Verkäufers haben ein
Online-Trainingcenter errichtet, in dem man nach einer kurzen
Registrierung sein persönliches Wissen an den Salesbot weitergeben
kann.
TrainingcenterDie Technik
Der Roboter wird von drei Computern gesteuert, einer ist für die Spracherkennung und die Animationen zuständig, ein weiterer steuert die Bewegungen des Salesbot und ein dritter soll für die künstliche Intelligenz sorgen. Als Basistechnologien kommen die Programmiersprachen AIML [Artificial Intelligence Markup Language] und VME [Vector-based Mimic Engine] zum Einsatz.
In der Grundausstattung verfügt der Verkaufsroboter über 12 Basis-Emotionen und ein Verkaufsvokabular für zirka 500 Standardsituationen.
Sind Roboter irgendwann die besseren Verkäufer?
Schon die Entwicklung des Prototyps hat rund 250.000 Euro verschlungen. Ob Salesbot in weiteren Generationen erscheinen wird und wir uns an Schuhverkäufer, Versicherungsmakler oder Gebrauchtwarenhändler aus Metall gewöhnen müssen, steht bislang noch nicht fest.
