Wegwerf-Handy für 40 Dollar
In den nächsten Wochen sollen auf dem US-Markt neben Einweg-Rasierern und Kameras auch die ersten Wegwerf-Handys erhältlich sein.
Nach anfänglichen Sicherheitsbedenken gab die Federal Communications Commission [FCC], die US-Telekom-Regulierungsbehörde, nun grünes Licht für den Verkauf des Mobiltelefons des kleinen kalifornischen Unternehmens Hop-On.
Ehrgeizige Ziele
Der Service soll zuerst in Süd-Kalifornieren starten und in den
nächsten drei Monaten schließlich in den ganzen USA verfügbar sein.
Bis Weihnachten will der Hop-On-CEO Peter Michaels bereits Millionen
an Wegwerf-Geräten verkauft haben.
Hop-OnFür 40 USD mit einer Stunde Gesprächsguthaben
Das Mobiltelefon aus Plastik hat die Größe einer Spielkarte und wird für 40 USD mit einer Stunde Gesprächsguthaben erworben.
Über ein Mikrofon und angeschlossene Kopfhörer kann man sofort lostelefonieren. Das Telefon verfügt über kein teures LCD-Display, jede gewählte Rufnummer wird zur Überprüfung einfach hörbar wiederholt.
Will man das Mobiltelefon nach den ersten 60 Minuten weiter verwenden, gibt es die Möglichkeit Wertkarten mit Gespächszeiten von 60, 90 und 120 dazu zu kaufen.
Billigere Version für Europa
Gibt die US-Telekommunikations- und Medienaufsichtsbehörde [FCC] grünes Licht für eine zweite Variante des Wegwerf-Handys plant Hop-On ein billigeres Modell, das auf dem internationalen GSM-Standard basiert. Diese Variante soll für 29 USD auf den europäischen Markt kommen.
Bei Rückgabe fünf USD Recycling-Prämie
Die Zielgruppe für das Wegwerf-Handy sind nach Angaben von Hop-On Konsumenten, die sich ein eigenes Handy sonst nicht leisten könnten, Personen, die einfach ein Telefon in Notfällen zur Hand haben wollen, Leute die ihr eigenes Mobiltelefon zu Hause vergessen haben oder Touristen, die auch im Urlaub ständig erreichbar sein wollen.
Bringt man das Wegwerf-Handy zur Wiederverwertung in ein Geschäft, lockt eine Prämie von fünf USD. Mit dieser Methode hofft Hop-On die alten Geräte zu neuen Wegwerf-Handys verarbeiten zu können und Produktionskosten zu sparen.
Die Handys sollen kostengünstig in China, Taiwan und Mexiko hergestellt werden.
Das Einweg-Handy der Firma Dieceland - eigentlich schon früher angekündigt, als das von Hop-On - ist unterdessen offensichtlich an ökonomischen oder aministrativen Hürden gescheitert.
Wegwerf-Handys gehen in Serie
