26.07.2002

PROBLEM

Milliardenkredite für Ericsson gefährdet

Dem angeschlagenen schwedischen Telekomausrüster Ericsson drohen Bankkredite in Milliardenhöhe verloren zu gehen.

Ericsson bestätigte Presseberichte, wonach Banken dem Konzern 30 Milliarden Kronen [3,2 Mrd. Euro] an Hilfen verweigern wollen, falls die internationalen Rating-Agenturen erneut die Kreditwürdigkeit von Ericsson herabstufen.

Drei Stufen

Die Banken hätten eine Ausschlussklausel vereinbart, wonach sie ihre Garantien nicht aufrechterhalten müssen, wenn die Rating-Agentur Standard and Poor's seine Bewertung auf BB- senkt oder wenn sie bei Moody's auf B1 fällt.

Damit muss die Bewertung aber noch um drei Stufen fallen: Standard und Poor's hatte seine Bewertung des Unternehmens erst am Montag von BBB auf BBB- gesenkt. Das entspricht einem mittleren Risiko.

Moody's bewertet die langfristigen Aussichten von Ericsson derzeit in einer entsprechenden Bewertung mit Baa3.