KPNQwest-Netz fährt wieder hoch
Nach dem gestrigen Shut-down durch den niederländischen Konkursverwalter wird das Glasfasernetz des insolventen Backbone-Providers KPNQwest am Donnerstag wider Erwarten wieder hochgefahren.
Wie KPNQwest Deutschland mitteilt, geschah die jetzige Abschaltung ohne vorherige Ankündigung von der Netzwerkzentrale in Den Haag.
Die Arbeiten zur Wiedererrichtung des Netzes sollen noch im Laufe des Donnerstags abgeschlossen sein.
Insolvenzverwalter legt den Schalter um
Nachdem die Deadline zur Abschaltung des Netzwerks schon drei Mal
verschoben wurde, ließ der Insolvenzverwalter das Netz am späten
Mittwochnachmittag stilllegen.
Finsternis in KPNQwest-FasernBetrieb bis Anfang September
Zeitgleich mit der Abschaltung des 3.200 Kilometer langen Netzes fanden Verhandlungen zwischen dem deutschen Insolvenzverwalter und der niederländischen Telekom-Gesellschaft KPN statt, die das Netz übernehmen will.
Nach Notverhandlungen unter Vermittlung von KPN konnte das Netz allerdings wieder hochgefahren werden.
"Die Insolvenzverwalter in den Niederlanden haben zugesagt, dass der Betrieb weiter aufrechterhalten wird", erklärte Thilo Huyes, Sprecher von KPNQwest Deutschland. "Das weitere Schicksal des Unternehmens sollte in den kommenden drei Wochen entschieden sein."
Verkauf an KPN
Zurzeit ist KPN der aussichtsreichste Bieter für das Gesamtnetz
von KPNQwest. Das vorgelegte Angebot umfasst auch die Übernahme der
Mitarbeiter zusätzlich zur Infrastruktur. Weitere ernst zu nehmende
Bieter sind Telia und Level 3. Die Rechenzentren in München und
Karlsruhe sollen allerdings separat veräußert werden.
KPN bietet für KPNQwest-Netz
