Intel entwickelt portablen Media-Player
Intel entwickelt derzeit ein portables Multimedia-Gerät, das Musik und Filme speichern und abspielen kann.
Der Chiphersteller will die Geräte allerdings nicht direkt an Konsumenten verkaufen, sondern lediglich das komplette Design an andere Hersteller. Intel will so vor allem den Bedarf nach den eigenen Chips steigern.
Der Player in Taschenbuchgröße wird in der Standardausstatung wahrscheinlich mit einer 20-GB-Festplatte, einem nicht näher spezifizierten XScale-Prozessor und einem kleinen [vier Inch] Display ausgestattet sein. In dieser Ausführung soll er für rund 400 USD verkauft werden.
Mit dem PC kann der Player via einen USB-2-Anschluss oder eine WLAN-Lösung verbunden werden. Zum Abspielen von Inhalten dürfte das Gerät auch mit der Stereoanlage oder dem Fernseher verbunden werden können.
Welche Video- und Audio-Codecs zum Einsatz kommen, ist derzeit noch nicht bekannt.
Intels XScale-ProzessorenKopierschutz
Natürlich begibt sich Intel mit seinem Player auf gefährliches Terrain, weil die Musik- und Filmindustrien gegen ein Gerät, das keinerlei Kopierschutz unterstützen würde, massive Einwände haben dürften.
Auf der anderen Seite dürften Konsumenten an einem Player mit stark eingeschränkter Funktionalität wenig Interesse haben.
Die derzeit bekannten Pläne Intels laufen in diesem Punkt darauf hinaus, dass Inhalte nicht zwischen zwei der Player getauscht, sondern jeweils nur von einem PC auf das Gerät überspielt werden können.
Intel und andere führende Technologie-Unternehmen haben erst letzte Woche in einem offenen Brief den großen Hollywood-Studios ein "Friedensangebot" unterbreitet, laut dem man zusammen nach Lösungen für die Piraterie-Probleme im Netz suchen könnte. Dabei stellen die CEOs der IT-Unternehmen, darunter Microsofts Steve Ballmer, Intels Craig Barrett und Dells Michael Dell, allerdings die Bedingung, dass die Filmindustrie anerkennt, dass die Copyright-Probleme nicht nur durch technologische Maßnahmen in den Griff zu bekommen sind.
IT- und Filmindustrie gegen TauschbörsenModifiziertes Konzept
Intel hat in den letzten Jahren schon einmal ähnliche Pläne angekündigt, laut denen die Nachfrage nach Prozessoren durch selbst entwickelte Geräte angekurbelt werden sollte.
Nach enttäuschenden Verkäufen der ersten Geräte [Surfstation, Mikroskop und Digitalkamera] wurde die eigens gegründete Abteilung allerdings im letzten Jahr wieder geschlossen.
Intels Weg in den Konsumenten-Markt
