22.07.2002

SMART

Bildquelle: grid

Standards für das nächste Internet

In Edinburgh werden ab Montag mehr als 800 Wissenschaftler vier Tage lang über das "Internet der nächsten Generation" diskutieren.

Das neue Netzwerk läuft unter dem Namen "The Grid" und soll vor allem auf die Verteilung von Rechenleistung ausgelegt sein.

Web-Erfinder arbeiten am Grid

Am Geburtsort des World Wide Web, dem Europäischen Kernforschungslabor [CERN] in Genf, wird bereits seit zwei Jahren an der Gestaltung des Grids gearbeitet.

"Im World Wide Web holt man sich vorfabrizierte Informationen. Man greift auf etwas zurück, das fertig ist. Das Grid erlaubt Anfragen, die aus den verschiedenen verfügbaren Datensätzen eine individuell auf den Benutzer zugeschnittene Antwort liefern", erläutert Hans Hoffmann, Direktor für Technologietransfer am CERN.

Keine geschlossene Veranstaltung

Das CERN hat bereits angekündigt "eine Organisationssoftware" [Middleware] zu schreiben, die offenene Standards zum Ziel hat.

In Edinburgh sollen in den nächsten Tagen diese Standards diskutiert und einige möglichst auch festgelegt werden.

Damit verbindet sich auch die dezidiert geäußerte Hoffnung, dass das Grid kein reines Wissenschaftsprojekt bleibt, sondern auch kommerziell weiterentwickelt wird.