Gelbe Karte für Vodafone-Chef
In der Aktionärsversammlung des größten Mobilfunkunternehmens der Welt musste sich Arun Sarin gestern dem Gejohle erboster Fondsmanager stellen.
Arun Sarin, der Chef des größten Mobilfunkunternehmens der Welt, Vodafone, ist in der Aktionärsversammlung am Dienstag mit einem blauen Auge davongekommen.
Die Fonds mit Vodafone-Anteilen von jeweils über drei Prozent haben stillgehalten und nicht gegen die Wiederwahl Sarins gestimmt. Der Unmut der institutionellen Anleger über mangelnde Profitabilität fand in zehn Prozent Nein-Stimmen und fünf Prozent Enthaltungen Ausdruck.
Institutionelles Gejohle
Ein neues Prämienschema für Vodafone-Manager wurde gar von insgesamt 20 Prozent nicht unterstützt. Die Prozentangaben beziehen sich auf die Summe der stimmberechtigten Anteile am Gesamtunternehmen. Fidelity, Barclays PLC und zwei weitere Investment- und Hedge-Fonds halten zusammen allein etwa 15 Prozent von Vodafone.
Auf der Hauptversammlung verliehen diese institutionellen Anleger ihrem Unmut denn auch durch lautes Gejohle Ausdruck, als ein Mitglied des Aufsichtrats die neue Prämienregelung verteidigte.
Gelbe Karte für den Chef
"In fußballerischen Begriffen war dies eine Gelbe Karte", sprach der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Lord MacLaurin - ein Signal, das die Unternehmensführung ernst nehmen sollte.
Die hat nun einiges vor sich, denn der Expansionskurs, den Langzeitzchef Chris Gent mit Vodafone bis 2003 gefahren war, erweist sich als im Nachhinein als nur schwer zu korrigieren.
(futurezone | Guardian | Independent)
