TA-Festnetz soll zu Fixnet werden
Die neue Holdingstruktur der Telekom Austria sieht vor, dass die Festnetz-Sparte des Unternehmens wie die mobilkom zur eigenständigen AG wird. Laut Medienberichten könnte diese den Namen Fixnet tragen.
Nachdem die Telekom Austria im Juni ihre neue Holdingstruktur fixiert hat, folgen nun laut Medienberichten die nächsten konkreten Schritte.
Holding mit zwei Töchtern
Wie das "WirtschaftsBlatt" am Mittwoch berichtete, soll die Festnetzsparte nun in eine "Telekom Austria Fixnet AG" ausgegliedert werden.
Die Gesellschaft mit einem Stammkapital von 10 Mio. Euro existiere neben der Handytochter Mobilkom Austria AG gleichberechtigt unter der Telekom Austria Holding.
Fischer als Fixnet-Chef
Laut dem Bericht soll der bisherige Telekom-Festnetzvorstand Rudolf Fischer wie geplant auch Vorstand in der Fixnet werden. Ihm zur Seite stehe der bisherige TA-Controller Gernot Schieszler als Vorstand für Finanzen und Organisation. Fischer bleibe in der übergeordneten Holding gleichzeitig Stellvertreter von TA-Vorstandschef Boris Nemsic, heißt es.
Eine Sprecherin der Telekom Austria wollte auf Anfrage jedoch keinen Kommentar dazu abgeben.
Die neue Struktur sieht vor, dass die TA-Festnetzsparte quasi zum Pendant der bereits bestehenden mobilkom austria AG werden soll.
Von Mobilfunk
Im TA Fixnet sollen sich die bisherigen Festnetzbereiche der TA, darunter auch vor allem die Breitbandaktivitäten für Private und Firmen, der Wholesale-Bereich und die neuen Projekte, etwa Internet-Fernsehen, bündeln.
Mit der Mobilfunksparte seien diverse Bündelprodukte vorgesehen, ansonsten agieren die Firmen in Zukunft getrennt, schreibt das "WirtschaftsBlatt".
Struktur muss abgesegnet werden
Rein formal ist für die Fixnet noch eine Abstimmung in der TA-Hauptversammlung im Mai 2007 notwendig, Widerstand gegen die neue Struktur gilt aber als unwahrscheinlich.
Jüngst kamen wieder Verkaufsgerüchte über den 25,2-Prozent-Anteil der ÖIAG an der TA auf, wurden jedoch umgehend dementiert.
(futurezone | APA)
