Grüner Daumen für den GameCube
Shigeru Miyamoto [Schöpfer von Mario, Zelda und Donkey Kong] hat für Nintendo seinen eigenen Garten in ein Spiel verpackt dass den grauen Gehirnzellen zu schaffen macht.
"Pikmin" ist eine Mischung aus Strategie- und Rätselspiel nach Lemmingsart. Kleine Wesen, die Pikmins, die aussehen wie Ameisen mit Blatt auf dem Kopf spielen dabei die Hauptrolle. Sie helfen Kapitän Olimar, der mit seinem Raumschiff abgestürzt ist, die verstreuten Teile seines Raumschiffs wiederzufinden.
Was simpel klingt entpuppt sich bald als schwere Gehirnakrobatik, die für Kurzweil sorgt aber auch nicht lange währt.
Pikmin [Flash]Pikmins sind für "Drecksarbeit" zuständig
Viel Zeit haben die comicartigen Helden nicht: 30 Tage bleiben Olimar bis seine Lebenserhaltungssysteme aussetzen. Bei Sonnenaufgang strömen die Pikmins aus ihren Zwiebeln, eine Art Raumschiff, und müssen neu organisiert werden. [ein Tag entspricht ca 15-20 min Realzeit].
Olimar kann bis zu 100 Pikmins anführen die für ihn die "Drecksarbeit" [Nintendo] machen. Sie schleppen seine Raumschiffteile, metzeln Feinde nieder und tragen die Samen zu ihrer Zwiebel. Die Vermehrung der Pikmins erfolgt über Aussaat: Olimar muss die gekeimten Pflänzchen nur mehr aus dem Boden ziehen.
Der Weg zum Ziel ist nicht immer ganz einfach: Verschiedene Mauern müssen niedergerissen werden, Wasser durchschwommen oder die Pikmins auch mal hoch in die Luft geworfen werden.
GameCubeMilitärischer Ordnungspfiff
Die Grafik von Pikmin ist bunt und detailreich, die Lichteffekte naturnahe. Der Boden und die Pflanzen sollen getreue Abbildungen von Miyamotos Garten sein. Die Umgebung kann mittels dreistufigem Zoom und zwei unterschiedlichen Perspektiven entweder von oben oder aus der Pikmin-Perspektive betrachtet werden.
Die Musik ist untermalend aber nicht weiter auffällig. Die Soundeffekte sind passend und sorgen für noch mehr Comicfeeling.
Die Steuerung einer Pikminarmee erfolgt über Pfiff. Olimar pfeift seine Heerscharen Oberfeldwebelartig zusammen und sie folgen ihm bedingungslos.
Er muss sich dafür um ihre Vermehrung kümmern, sie an den richtigen Ort führen und sinnvoll befehligen. Ein falsches Kommando und eine ganze Population geht baden oder wird Futter für den Feind.
Um erfolgreich zu sein müssen die Pikmins von Olimar in Formation gebracht werden.
Doping durch Blütennektar
Die unterschiedlichen Fähigkeiten der Pikmins sind der Schlüssel zum Erfolg. Blaue Pikmins können gut schwimmen, rote sind angriffslustig und können Mauern niederreißen und gelbe Pikmins werfen im Bedarfsfall Bomben.
Nicht ganz einfach ist die Separation und Aufteilung der wuseligen Sprosspflanzen, die sich zwar auf Wunsch nach Farben sortieren aber nicht immer aufs Wort gehorchen.
Mittels Doping durch Blumennektar können die Pikmins zum Blühen gebracht werden. Danach steigert sich ihre Geschwindigkeit und Angriffskraft.
