18.07.2002

ECONOMY CLASS

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Neues TA-Logo war nur zweite Wahl

Das umstrittene neue Logo der Telekom Austria [TA] war nur zweite Wahl.

Statt der nun gewählten betont "österreichischen" Variante hatte sich die TA ursprünglich für zwei rote Quadrate mit schlichtem Schriftzug - "Telekom" im ersten und "Austria" im zweiten Würfel - entschieden.

Die Pläne mussten jedoch gekippt werden, nachdem sich die Schweizer Fluglinie Swiss, Nachfolgerin der Swiss Air, bereits Anfang des Jahres für ein nahezu identes Logo entschieden hatte, bestätigte TA-Sprecher Martin Bredl.

Kein Werbematerial vorproduziert

Dass - wie aus Branchenkreisen verlautet - bereits Werbematerial mit dem dann verworfenen Logo produziert worden sein soll, dementierte der TA-Sprecher allerdings. "In einem Logo-Findungsprozess ist es normal, dass mehrere Varianten geprüft werden", so Bredl.

Laut Unternehmenskreisen standen kurz vor der endgültigen Entscheidung drei Logos zur Diskussion: Neben der gewählten Variante ein reines Schriftlogo sowie ein dem jetzigen sehr ähnliches, allerdings weniger "modernes" Logo mit dünneren Balken und dem Konzernnamen auf zwei statt vier Zeilen.

Mobilkom-Bogen für Telekom Austria

FuZo-Leser berichteten von mehreren Testläufen, durchgeführt gegen Ende April von Fessel GfK. Neben den von Martin Bredl angesprochenen Varianten stand etwa noch eine Version mit Mobilkom-Bogen zur Wahl. Das später auserkorene TA-Logo war in diesen Testläufen noch nicht enthalten.

Heiße Diskussionen ums TA-Logo

Das nunmehrige Logo sorgt und sorgte für heftige Diskussionen. In nur zwei Tagen strömten mehr als 1400 Postings zum Thema in den fuZo-Foren ein. Die gesammelten Werke sind übrigens per Mail an den Autor erhältlich [.zip oder .gz].

Entwickelt wurde das neue TA-Logo von der deutschen Agentur Wirz Identity Berlin. Geschäftsführer Achim Wirtz verteidigte zuletzt seine Kreation: "Erinnern Sie sich an den Aufschrei der Designergilde beim Auftritt der Deutschen Telekom: ganz furchtbar! Heute ist es eine der stabilsten und bekanntesten Marken", meinte Wirtz in der Branchenzeitung "medianet".