18.07.2002

JUGENDVERBOT

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30 Internetcafes für 17 Millionen

Vor einem Monat hat es in einem Pekinger Internetcafe einen Brand gegeben, bei dem 24 Menschen ums Leben gekommen sind. Dies haben die Machthaber als Vorwand genutzt, alle Internetcafes [offiziell 2400] der Megastadt [2000 etwa 17 Mio. Einwohner] zu schließen.

Der Grund: Die Zensur will im Netz der Netze nicht so ganz klappen. Rund 90 Prozent der Surfcafes der chinesischen Hauptstadt sollen "illegal¿ [ohne Lizenz] betrieben worden sein.

Die Auflagen

Die 30 Cafes müssen nicht nur Sicherheitsauflagen wie Rauchverbot, Feuerlöscher, Fluchtwege und unvergitterte Fenster und Türen erfüllen, sondern auch Personen unter 18 Jahren den Zutritt gänzlich verwehren.

Zwischen Mitternacht und acht Uhr Früh darf überhaupt nicht gesurft werden. Darüber hinaus sind Glücksspiele, Gewaltspiele und "lärmendes Verhalten" untersagt.

Kontrolle

Eine spezielle Polizeitruppe kontrolliert das Angebot und den gesamten E-Mail-Verkehr, Internet-Cafes müssen besuchte Sites mitprotokollieren und die Logfiles den Behörden zur Verfügung stellen.

Über Personen, die gesperrte Inhalte von Websites öffentlich machten, sind bereits mehrfach hohe Haftstrafen verhängt worden.

Außerdem hat man eine Site und eine Hotline eingerichtet, auf der pflichtbewusste Bürger über illegal betriebene Internet-Cafes und Verstöße gegen Vorschriften Meldung machen können.