18.07.2002

E-MAIL-STUDIE

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Je mehr Empfänger, desto weniger Antworten

Wer auf eine E-Mail-Anfrage eine Antwort bekommen will, sollte sie nur an einen einzelnen Empfänger schicken, statt auf Massen-E-Mails zu setzen.

Persönliche E-Mails werden beantwortet

Für die veröffentlichte Untersuchung erfanden die Forscher eine Studentin namens Sarah Feldman.

Sarah verschickte über einen Yahoo-Account E-Mails an 240 Wissenschaftler, Schüler und Verwaltungsangestellte, in denen sie fragte, ob deren Universität auch eine biologische Fakultät habe.

Die Hälfte der Empfänger erhielt E-Mails, in denen nur sie selbst als Adressat genannt wurden. Von diesen antworteten zwei Drittel. Ein Drittel schickte Antworten mit nützlichen Angaben, viele davon sogar noch mit Zusatzinformationen.

Kaum Rückmeldungen auf Massen-Mail

Die andere Hälfte der Empfänger erhielt E-Mails, in deren Briefkopf noch vier weitere Adressaten genannt wurden.

Nur die Hälfte der Massen-E-Mail-Empfänger antwortete überhaupt. Nur 16 Prozent schickten nützliche Informationen. Viele der übrigen Antworten hatten einen genervten Ton, bis hin zu dem Ratschlag "Such doch die Website und schau selber nach!".

Studienleiter Gred Barron verglich das Phänomen mit dem Verhalten von Zuschauermengen bei Straftaten: Der Einzelne fühle sich weniger zur Hilfe verpflichtet, wenn noch andere in der Nähe sind.

Werbefirmen, die etwas erreichen wollten, sollten daher möglichst keine automatischen Massen-E-Mails verschicken, empfahl er.