Staatsanwalt ermittelt gegen Sihler
In der Affäre um möglicherweise falsch bewerteten Immobilienbesitz der Deutschen Telekom wird nach Angaben der Tageszeitung "Die Welt" auch gegen den neuen Übergangschef Helmut Sihler ermittelt.
In einer Anzeige von Aktionären werde Sihler als ehemaligem Telekom-Aufsichtsratschef vorgeworfen, von der Falschbewertung des Immobilienbesitzes des Konzerns frühzeitig gewusst zu haben, berichtete die Zeitung.
Nach Angaben eines Sprechers der Bonner Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen demnach noch an. Das Ende sei "völlig offen".
Mit Helmut Sihler übernimmt ein 72-jähriger ehemaliger Manager der Chemiebranche den Posten des Vorstandschefs der Deutschen Telekom. Für eine Übergangszeit von längstens sechs Monaten soll der frühere Chef des Chemiekonzerns Henkel und einstige Telekom-Aufsichtsratschef den Konzern führen, bis ein neuer Vorstandschef gefunden ist.
"Pensionist" aus Österreich folgt SommerVorwurf
Sihler war von Juli 1996 bis Mai 2000 Aufsichtsratschef der Telekom. Den Vorwürfen zufolge soll das Gremium im September 1998 über die Fehlbewertung der Immobilien der Telekom informiert gewesen sein, hieß es in dem Bericht.
