Technologien und Vernetzung gegen Terror
Unter anderem mit engerer Vernetzung der Sicherheitsbehörden und neuen Technologien will US-Präsident George W. Bush "der terroristischen Bedrohung" begegnen.
Bush legte dem Kongress am Dienstag eine entsprechende "Nationale Strategie für den Heimatschutz" vor. Ihr Eckpfeiler ist das geplante neue Ministerium für Innere Sicherheit, das fast 200.000 Beamte beschäftigen und Aufgaben aus mehr als hundert verschiedenen Behörden bündeln soll.
Bush betonte, dass eine bessere Koordination der Sicherheitsbehörden nötig sei. Zwar sollen die in den vergangenen Wochen wegen Ermittlungspannen im Vorfeld der Anschläge des 11. September in die Kritik geratenen Geheimdienste CIA und NSA sowie die Bundespolizei FBI dem neuen Ministerium nicht unterstellt werden, doch strebt der Präsident unter anderem eine engere Vernetzung der Datenbanken an.
Zugleich will er die Freigabe "sensibler" Informationen aus Behörden und Firmen durch neue gesetzliche Regelungen verhindern.
Rollenspiele
Das geplante Ministerium für Innere Sicherheit soll unter anderem "Rote Teams" einsetzen. Solche Teams spielen den Ernstfall, indem sie Pläne für Anschläge entwickeln, die von der "Gegenseite" verhindert werden müssen.
Bush will zudem die Infrastruktur des Landes systematisch auf Schwachstellen überprüfen lassen, um dann einen "Geheimplan" für ihren Schutz zu entwickeln. In die Prüfung sollen etwa Autobahnen, Pipelines, Landwirtschaft, Internet, Datenbanken und Stromanlagen einbezogen werden.

