WorldCom-Vorstand hat sich taub gestellt
Der Vorstand des ins Trudeln geratenen US-Telefonkonzerns WorldCom hat Hinweise auf gefälschte Bilanzen zwei Jahre lang ignoriert.
Bereits im Jahr 2000 hätten WorldCom-Mitarbeiter das Management erstmals über Unregelmäßigkeiten informiert, sagte das Mitglied des Wirtschaftsausschusses im US-Kongress, Billy Tauzin, dem US-Sender ABC. Geschehen sei jedoch nichts.
WorldCom hatte im Juni Falschbuchungen in Höhe von 3,85 Milliarden USD eingeräumt.
WorldCom droht KonkursTaub gestellt
Der Ausschuss wertete nach Angaben Tauzins fünf Kisten mit Konzern-Unterlagen aus.
Danach hätten Mitarbeiter in den vergangenen beiden Jahren immer wieder auf Falschbuchungen hingewiesen. Sie seien damit jedoch regelmäßig am Unwillen der höheren Etagen gescheitert, sich mit dem Fall zu befassen.
