Feratel stürzt 21 Prozent auf Rekordtief
Die Aktie des Innsbrucker Medienunternehmens Feratel ist heute regelrecht abgestürzt. Zum Handelsende an der Wiener Börse notierte der Titel mit 5,04 Euro um 20,63 Prozent schwächer und damit auf einem neuen Rekordtief. Seit ihrer Erstnotiz am 17. Juli 2000 haben die Feratel-Papiere fast 70 Prozent verloren.
Hintergrund des heute deutlich beschleunigten Kursverlusts dürfte sein, dass Feratel in der vergangenen Woche mit einer Ergebniswarnung den Markt negativ überrascht hatte.
"Außerplanmäßige" Firmenwertabschreibungen von 12,5 Millionen Euro in der Sparte Neue Medien lassen für das Geschäftsjahr 2001/02 [per Ende April] eine tiefrote Bilanz erwarten. "Wir werden im Gesamtergebnis tiefrot sein", hatte Vorstandschef Markus Schröcksnadel bestätigt. Alle Neue Medien-Beteiligungen seien auf Null abgeschrieben worden. Feratel gibt am Freitag die endgültigen Geschäftszahlen für 2001/02 bekannt.
FeratelTourismus-Software
Neben der noch jungen Sparte Neue Medien ist die Feratel-Gruppe vor allem auf Live-Wetter- und Panorama-TV sowie auf Tourismus-Software [etwa für Hotelbuchungssysteme] spezialisiert.
Der konsolidierte Konzernumsatz wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 nach vorläufigen Zahlen um rund 22 Prozent auf 18,2 Millionen Euro.
