Qwest will Bilanz 2001 neu erstellen
Der neue Chef des US-Telefonkonzerns Qwest, Richard Notebaert, erwägt eine Neuberechnung der Geschäftsergebnisse des Jahres 2001.
Dadurch könnten mehr als eine Milliarde USD [1,01 Mrd Euro] Umsatz entfallen. Dies sei ein mutiger, aber potenziell riskanter Schritt, um die angeschlagene Glaubwürdigkeit der Gesellschaft wieder herzustellen, schrieb das "Wall Street Journal".
Qwest, die viertgrößte amerikanische Ferngesprächsfirma mit Operationen in 14 US-Bundesstaaten im Westen der USA, ist hochverschuldet. Qwest wird von der amerikanischen Wertpapier- und Börsenbehörde SEC untersucht. Das US-Justizministerium hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Qwest eingeleitet.
Ermittlungen lassen Qwest einbrechenBuchhalter-Tricks
Qwest hatte nach Angaben der Zeitung im vergangenen Jahr einen Umsatz von 19,7 Milliarden USD und einen Verlust von vier Milliarden USD verbucht. Eine Neuberechnung der Ergebnisse könnte den Verlust um rund 800 Millionen USD erhöhen.
Qwest hatte Kapazitäten auf seinen Netzen an andere Telekomfirmen verkauft und gleichzeitig entsprechende Kapazitäten zurückgekauft. Die Behörden und Investoren hätten die Rechtmäßigkeit solcher Deals beanstandet, das sie vor allem dazu dienten, Umsätze aufzublähen und einen falschen Eindruck vom Wachstum der Firma zu vermitteln.
