"Fragmentierung löst Computerkrebs aus"
Heimtückische Krankheit tötet PC-Systeme
Aus der Kategorie Marketing-Absurditäten: Spam, Viren, Ad- und Spyware waren gestern - Diskeeper sieht in der Fragmentierung von Computern die Wurzel allen Übels. Die zugehörige Pressemitteilung wurde angesichts der Wortwahl offenbar von bereits befallenen Marketing-Mitarbeitern im Fieberwahn erstellt.
"Verstümmelung und Tod"
So warnt der Hersteller pathetisch in der überzogenen Aussendung: Der "Computerkrebs" lauere überall und führe zur Verstümmelung und zum sicheren Tod des Systems.
"Das heimtückische Wesen der Fragmentierung liegt in der Tatsache, dass sie ein leiser Killer des Computersystems ist. Wie ihr biologisches Pendant metastasiert die Fragmentierung langsam durch das System, wächst und würgt Ressourcen durch seine Verstopfung des Systems mit Bits und Daten ab."
"Sicheres Verhängnis"
"Irgendwann hängt sich dann Ihr Computer aus keinem offensichtlichen Grund auf. Natürlich können Sie das System wieder neu starten, aber diese Episoden kommen immer häufiger vor, bis es eines Tages zum Absturz kommt. Ihr System wird vollkommen abgeschaltet"
Selbst die Hardware bleibe nicht von der Systemerkrankung verschont, fiebersinniert Diskeeper weiter: "Im Vergleich zu den Kosten einer Neuanschaffung stellt die Defragmentierung ein relativ günstiges Mittel zur Rettung Ihres Systems vor sicherem Verhängnis dar. 'Computerkrebs' kann mit Erfolg behandelt werden, wenn Sie wissen, was dagegen zu tun ist und effektive Massnahmen vorgenommen werden."
"Aber sehen Sie sich vor!" Genau wie in der Medizin seien nicht alle Behandlungsmethoden gleich gut.
Datenträgerbereinigung
Einen wahren Kern hat natürlich selbst diese wahnwitzige Aussendung: Unumstritten ist die regelmäßige Defragmentierung der Festplatte eine wichtige Routine zur Pflege des eigenen Systems.
