12.07.2002

ÜBERNAHME

ConSors nun zu 91,5 Prozent französisch

Der neue, französische Mehrheitseigentümer des Online-Brokers ConSors, BNP Paribas, ist beim Versuch der kompletten Übernahme des Nürnberger Unternehmens vorerst gescheitert.

Um alle Kleinaktionäre gegen eine Barabfindung "hinausdrängen" [Squeeze Out] zu können, bräuchte BNP Paribas mindestens 95 Prozent der Aktien. Das nun abgelaufene Übernahmeangebot an die Minderheitsaktionäre hat BNP Paribas aber nur 91,54 Prozent gebracht.

Schmidt Bank musste verkaufen

Die Gründerin von ConSors, die Schmidt Bank, ist schwer angeschlagen und musste daher ihre bekannte Tochter verkaufen. BNP Paribas hatte 66,43 Prozent direkt von Schmidt erworben.

Den Minderheitsaktionären [auch Streubesitz] machten die neuen Mehrheitseigentümer ein Übernahmeangebot und konnten so bis zum Ende der Frist Donnerstagabend ein weiteres gutes Viertel der Anteilscheine an sich ziehen.

Die für einen Gewinnabführungs- oder Beherrschungsvertrag mit ConSors erforderliche Quote von 75 Prozent ist somit erreicht worden.