ConSors nun zu 91,5 Prozent französisch
Der neue, französische Mehrheitseigentümer des Online-Brokers ConSors, BNP Paribas, ist beim Versuch der kompletten Übernahme des Nürnberger Unternehmens vorerst gescheitert.
Um alle Kleinaktionäre gegen eine Barabfindung "hinausdrängen" [Squeeze Out] zu können, bräuchte BNP Paribas mindestens 95 Prozent der Aktien. Das nun abgelaufene Übernahmeangebot an die Minderheitsaktionäre hat BNP Paribas aber nur 91,54 Prozent gebracht.
ConSors & Cortal
BNP Paribas will die neue Tochter ConSors mit der "alten" Tochter
Cortal zum größten europäischen Internet-Broker zusammenführen.
ConSors
Cortal [Französisch]Schmidt Bank musste verkaufen
Die Gründerin von ConSors, die Schmidt Bank, ist schwer angeschlagen und musste daher ihre bekannte Tochter verkaufen. BNP Paribas hatte 66,43 Prozent direkt von Schmidt erworben.
Den Minderheitsaktionären [auch Streubesitz] machten die neuen Mehrheitseigentümer ein Übernahmeangebot und konnten so bis zum Ende der Frist Donnerstagabend ein weiteres gutes Viertel der Anteilscheine an sich ziehen.
Die für einen Gewinnabführungs- oder Beherrschungsvertrag mit ConSors erforderliche Quote von 75 Prozent ist somit erreicht worden.
