11.07.2002

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Skepsis über VoiceStream-AT&T-Deal

Ein möglicher Zusammenschluss zwischen dem amerikanischen Mobilfunkunternehmen AT&T Wireless Services Inc. und VoiceStream, der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, ist bei US-Branchenkennern auf Skepsis gestoßen.

Dies schrieb das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Die Zeitung hatte zuvor über eine mögliche Transaktion im Wert von mehr als zehn Milliarden USD [10,2 Mrd. Euro] berichtet, durch die die zweitgrößte amerikanische Mobilfunkfirma entstünde.

Keine Reduzierung der Schuldenlast

Kritiker verwiesen auch darauf, dass eine Transaktion nicht die Schulden der Deutschen Telekom von gut 65 Milliarden Euro reduzieren würde. Die Zeitung verwies auch auf kartellrechtliche Probleme und darauf, dass die japanische Mobilfunkfirma NTT DoCoMo an AT&T Wireless beteiligt sei.

Viele Analysten glauben hingegen, dass Cingular Wireless, die derzeit zweitgrößte US-Mobilfunkfirma, starkes Interesse habe, selbst mit einer der beiden Firmen einen Deal abzuschließen. Cingular ist ein Joint Venture der US-Telefonkonzerne BellSouth und SBC Communications.

Cingular habe in einigen wichtigen US-Märkten keine eigenen Netze und habe kürzlich damit begonnen, das VoiceStream-Netz zu nutzen. Cingular und VoiceStream verwendeten die gleiche GSM-Technologie für ihre Mobilfunknetze. AT&T Wireless sei dabei, bis Jahresende auf GSM umzustellen. Deshalb sei eine Fusion zwischen zwei der drei Unternehmen sinnvoll.

Ein großes Problem sei der hundertprozentige Anteil der Deutschen Telekom an VoiceStream und ihre Macht als Aktionär in einer neuen Gesellschaft.