Uraufführung für den Handy-Krimi
"Song in C" auch bei Ars Electronica
Auf dem Münchener Filmfest wurde am Freitag erstmals ein Krimi speziell für Handys aufgeführt. "Song für C", so der Titel, ist in einer Kooperation der Künstlergruppe M+M mit der Hochschule für Kunst und Gestaltung Zürich entstanden.
Bei der Premiere wurden Zuschauer mit speziellen Mobiltelefonen ausgerüstet, auf die der Film von einem Sendemasten übertragen wird.
Ein interaktives Erlebnis
Anders als im normalen Kino läuft "Song für C" aber nicht als kompletter Film ab. Wer mitmacht, bekommt zwei Wochen lang jeden Tag zu unterschiedlichen Uhrzeiten kurze Videosequenzen, Telefonanrufe, SMS-Kurzmitteilungen und Bilder auf das Handy gesendet, aus denen sich am Ende die komplette Geschichte zusammensetzt:
Ein Vater sucht seine 18-Jährige Tochter Clara und beauftragt die Detektivin Ellen Kramer, sie zu finden. Das Mädchen liebt den zwielichtigen Musiker Tom und ist auf mysteriöse Weise unauffindbar. Bei der Suche können die Zuschauer selbst aktiv werden, im Archiv der Detektivin stöbern oder bei bestimmten Videosequenzen auf eine andere Kameraeinstellung wechseln.
Antrieb für die Technik
"Solch ein experimenteller inhaltlicher Umgang treibt die Technologie voran", sagt der Schweizer Forscher und Professor Gerhard Blechinger von der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Zürich, die das Projekt mit dem Mobilfunkanbieter Vodafone finanziert hat.
Gastspiel auf der Ars Electronica
Eine weitere Probe-Performance soll es bereits im September auf der Ars Electronica in Linz geben.
(dpa)
