UPC zweifelt Beschwerde-Statistik an
Die Schlichtungsstelle der Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde RTR hat gestern eine Bilanz für das Jahr 2001 gezogen.
Die meisten Beschwerden pro 100.000 Teilnehmer wies demnach mit 61 im vergangenen Jahr die UPC Telekabel aus.
Diese Zahlen hat UPC jetzt in einer Aussendung allerdings angezweifelt und eine andere Rechnung aufgemacht.
Der Regulator relativiert den Überhang bei Telekabel allerdings selbst damit, dass das Unternehmen als einer von wenigen seine Kunden explizit auf die Möglichkeit einer Beschwerde bei der RTR hinweist. Auf die Telekom Austria entfielen 2001 auf je 100.000 Kunden 23 Beschwerden, auf die mittlerweile insolvente Cybertron 37 Schlichtungsfälle.
Beschwerde-Hitliste der TelekomkundenGegenrechnung
"Nach genauester Prüfung der präsentierten Zahlen über den Telefonieservice 'Priority' bzw. über den Breitband Internetdienst 'chello'" möchte UPC anmerken, dass "der RTR bei der Berechnung leider eine falsche Datenbasis zur Verfügung gestanden" sei.
Die 61 gezählten Beschwerden bezogen sich laut Unternehmensangaben auf insgesamt rund 231.000 und nicht auf die angegebenen 100.000 Kunden. Errechnet man auf dieser Grundlage die Zahl neu, so ergibt das rund 26 Beschwerden pro 100.000 Teilnehmer.
