Sommerjob als lebende Spielestation
Anfang Mai warb Nintendo in den USA mit dem Motto "Finally a summer job, that doesn't suck!". Gesucht wurden Gamer, die ihre Lieblingsbeschäftigung zum Ferienjob machen wollen.
Jetzt steht fest, wer diesen Sommer im Dienste von Nintendo die Einkaufszentren der USA unsicher machen wird.
Doch wer denkt, die Aufgabe der Nintendo-Ferilapraktikanten beschränke sich auf das Testspielen von neuen Games, irrt gewaltig: Der Job ist harte Knochenarbeit.
"Finally, a summer job that doesn't suck"15 Kilogramm Equipment umgeschnallt
Sechs Teams zu je acht Leuten werden den ganzen Sommer in Los Angeles, Boston, Seattle, Chicago, Atlanta und Dallas auf den Straßen, in Einkaufszentren und bei Events für die neuesten Spiele aus dem Haus Nintendo werben.
Jedes Mitglied des Nintendo-Street-Teams bekommt einen 15-Zoll-Flachbildschirm um die Brust und jede Menge Batterien auf den Rücken geschnallt. Der GameCube selbst und die zugehörigen Gamepads baumeln um die Hüften der wandelnden Spielstationen.
Einige [glückliche] Team-Mitglieder tragen statt des 15 Kilogramm schweren Konsolen-Set-ups den weit weniger sperrigen Gürtel mit dem GameBoy Advance. Die Uniform, die sie dabei tragen, sieht aus wie eine Mischung aus Super Mario und Teletubbie.
Zweitägige Einschulung
Der 24-jährige Stephen Pelletier ist einer der ungefähr 50
Video-Game-Liebhaber, die zurzeit in einem zweitägigen Seminar auf
diese Aufgabe vorbereitet werden. Dort lernen sie alles von der
Geschichte von Nintendo bis zu Verhaltensregeln, wie man allzu
aggressive Spieleinteressierte wieder los wird.
Stephen Pelletier100 USD pro Tag
Bis zum Ende des Sommers werden die motivierten Nintendo-Mitarbeiter jeden Freitag, Samstag und Sonntag sechs Stunden lang um die Gunst der Konsumenten buhlen und versuchen, sie zum Test-Spielen zu überreden.
Die Team-Mitglieder wurden aus über 700 Bewerbungen ausgewählt. Sie sind allesamt zwischen 18 und 27 Jahre alt und bekommen 100 USD pro Tag.
