10.07.2002

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Spamkrieg in eigener Sache

Unerwünschte Massen-E-Mails werden zunehmend nicht nur zu Werbezwecken, sondern zur Gestaltung der öffentlichen Meinung verwendet.

Die Massen-E-Mails rund um Steuerflüchtling Rydl oder der gefälschte Grasser-Aufruf sind nur einige der jüngsten Beispiele.

26 Spamserver in Aktion

Seine letzte Station war der Provider Max4EU, der über den Bandbreitenspezialisten Interxion seine Leitungen anbietet. Dort hatte Stanley zuletzt nicht weniger als 26 E-Mail-Server stehen. Da er Angaben von Max4EU zufolge seine Rechnungen über Monate hinweg nicht bezahlt hatte, wurden seine Server einbehalten - wie auch im Vertrag festgelegt.

William Stanley schickte daraufhin unzählige E-Mails mit dem Titel "MAX4EU is a CRIMINAL Austrian Company!!" an seine Spamopfer. In der Mail wurden nicht nur Max4EU und Interxion krimineller Handlungen bezichtigt, sondern auch namentlich Personen an den Pranger gestellt. Als Absender wählte der Spammer "info@interXion.com".

"Interxion hat selbstverständlich keine Spam-Mails unter dieser Adresse versendet", beschwichtigt Harald Helnwein, Chef von Interxion Österreich und Deutschland. "Unser Kunde [Max4EU] hat diese Server unlängst abgeschaltet, nachdem er von österreichischen Behörden informiert wurde, dass vermutlich Spam-Mails von diesen aus versendet werden". Diese Maßnahme scheine den Spammer zu dieser illegalen Aktion verleitet zu haben, so Helnwein weiter.