10.07.2002

BAD SECTOR

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IBM mit 524 Mio. Euro Harddisk-Verlust

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat in dem Geschäft mit Festplatten in den vergangenen fünf Quartalen einen Verlust von 515 Mio. USD [524 Mio. Euro] nach Steuern erlitten.

IBM teilte gestern nach US-Börsenschluss mit, von diesem Verlust entfielen 92 Millionen USD auf das erste Quartal 2002 und 423 Millionen Dollar auf die vier Quartale des Vorjahres. Bisher hatte das Unternehmen die Ergebnisse dieser Sparte nicht veröffentlicht.

Informationspolitik kritisiert

Nach IBM-Angaben ist das Unternehmen wegen des geplanten Verkaufs der Sparte gemäß der Bilanzierungsvorschriften GAAP verpflichtet, die Ergebnisse der Festplatten-Sparte aus den vergangenen Quartalen entweder als Ergebnis der fortgeführten Geschäfte oder, wie nun geschehen, als Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäften zuzuordnen.

IBM wurde in der jüngsten Vergangenheit von Anlegern wegen unzureichender Informationen kritisiert. Der neue IBM-Chef Sam Palmisano hatte zugesichert, im Jahresbericht des Unternehmens ausführlichere Informationen zu geben. Das Ergebnis des zweiten Quartals will IBM nächste Woche veröffentlichen.