08.07.2002

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Bildquelle: int

Intels neuer 64-Bit-Prozessor

Heute hat Intel die letzten zarten Schleier seines neuen 64-Bitters gelüftet. Der Itanium 2, Codename "McKinley" wird ab sofort ausgeliefert. Die bisherigen Spekulationen haben sich dabei voll bestätigt.

Die technischen Details hatte Intel bereits Februar bekannt gegeben, sodass es jetzt nur noch um Taktfrequenzen, Cache-Größen und natürlich die Preise geht.

Performance-Verdoppelung

Die Preise des bisherigen Itanium [Codename "Merced"] bleiben vorerst unverändert. Der schnellste Itanium mit 800 MHz und 4 MByte externem L3-Cache kostet einen Dollar weniger als das neue Top-Modell des Itanium 2. Da die beiden CPUs nicht sockelkompatibel sind, fällt die Wahl da leicht.

Itanium 2 soll in der großen Version gegenüber seinem Vorgänger die Performance von IA-64-Code glatt verdoppeln - erste unabhängige Benchmarks bestätigen dies knapp. Dennoch kann Intel diesmal nicht so viele "Launch-Partner" vermelden wie beim Start des Itanium.

Business-Software

Softwareseitig kann Intel inzwischen eine breite Palette an Business-Software vorweisen [BEA Weblogic, IBMs DB2, Microsofts SQL Server 2000, Oracle 9i, SAP R/3 etc.].

Neben Linux und Windows 2000 Advanced Server, die schon auf dem ersten Itanium laufen, arbeitet laut Intel auch HP an Versionen von Open VMS und Non-Stop-Kernel für den Itanium 2. Und Microsofts .NET-Server sollen natürlich auch zum Start gleich für den 64-Bitter erscheinen.