802.11a-Zertifizierung ab Oktober
Mit umfassenden Tests will die WECA ab Oktober für die Interoperabiltät von 802.11a-Funknetzen garantieren. Allerdings dürfte auch ein WiFi5-Logo nichts an den Akzeptanzproblemen der Technologie in Europa ändern.
Die Wireless Ethernet Compatibility Alliance [WECA] hat auf der Networld+Interop Tokyo umfassende Pläne zu einer WiFi5-Zertifizierung bekannt gegeben.
Demnach stecken zur Zeit die Interoperability Certification Labs in den letzten Testvorbereitungen, sollen aber bis Ende September betriebsfähig sein. Danach muss jedes zu zertifizierende Produkt eine einwöchige Prüfung durchlaufen. Besteht es diese, darf der Hersteller mit dem WiFi-Logo für seine Hard- und Software werben.
An der Entwicklung der Testverfahren beteiligte Hersteller ziehen bereits positive Zwischenbilanz. So sagte Trent Carter, System-Manager beim ¿WLAN-Chiphersteller ¿Intersil, dass sich bei ersten Probeläufen nur kleine Probleme gezeigt hätten. Schwierigkeiten macht offenbar vor allem die Nutzung bestimmter Frequenzbänder. Die meisten Produkte kämen zwar problemlos mit den unteren und mittleren Frequenzen [5,15 bis 5,35 GHz] zurecht, so Carter, jedoch nicht mit den hohen [5,72 und 5,82 GHz]. Das bedeute, dass Nutzern nur acht anstatt der vorgesehenen zwölf Kanäle zur Verfügung stehen.
WECAETSI steht noch aus
Die beabsichtigte WECA-Zertifizierung brächte Anwendern zwar eine ähnliche Investitionssicherheit wie beim Vorgängerstandard 802.11b.
Zur bislang ausstehenden ETSI-Zertifizierung für den europäischen Einsatz der schnellen WLAN-Technologie trägt sie jedoch nichts bei.
Einerseits hat ETSI Teile des angepeilten 5-GHz-Bands schon für Konkurrenzverfahren wie HiperLAN2 reserviert. Zum anderen müssen die 802.11a-Anbieter bei ihren Produkten noch Features zur Minimierung der Sendeleistung implementieren, bevor sie auf eine europäische Zulassung hoffen dürfen.
