Vodafone will was von Vivendi
Wie der britische "Observer" am Sonntag berichtete, will Vodafone dem angeschlagenen Medienkonzern Vivendi für das Cegetel-Aktienpaket ein Bar-Angebot über 4,7 Milliarden Euro vorlegen.
Vodafone habe die Investmentbanken UBS Warburg sowie Goldman Sachs damit beauftragt, beim neuen Vivendi-Chef Jean-Rene Fourtou die Möglichkeit eines Verkaufs des Cegetel-Pakets auszuloten.
Cegetel, an der Vodafone bereits 15 Prozent hält, besitzt mit der Tochter SFR einen der größten Mobilfunk-Anbieter in Frankreich.
Dementi
Reuters erfuhr am Sonntag allerdings, dass es trotz des
grundsätzlichen Interesses von Vodafone an Cegetel gegenwärtig keine
konkreten Gespräche gebe. Ein Sprecher von Vodafone bezeichnete den
Bericht als "reine Spekulation".
Was Vivendi-Shareholder wissen solltenMessier ging, Fourtou kam
In der vergangenen Woche war es beim weltweit zweitgrößten Medienkonzern Vivendi zu einem Wechsel an der Führungsspitze gekommen.
Der Aventis-Manager Jean-Rene Fourtou wurde zum neuen Vorsitzenden bestellt, nachdem der bisherige Chef Jean-Marie Messier nach zähem Ringen mit dem Verwaltungsrat seinen Rücktritt erklärt hatte.
Unter Messier hatte Vivendi im Zuge einer umstrittenen Akquisitionsstrategie einen Schuldenberg von rund 19 Milliarden Euro angehäuft.
