05.07.2002

FORMEL 1

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Datenschleuder auf Rädern

Elf Rennställe treten dieses Wochenende beim Grand Prix in Silverstone im Kampf um einen Stockerlplatz gegeneinander an.

Neben den Favoriten wie Ferrari, McLaren und Williams hofft auch Jenson Button in seinem Renault beim Heimrennen auf Punkte.

Dabei zählt jedoch nicht nur die Leistung der Fahrer, die Technologie ist mindestens genauso wichtig für die Performance, denn moderne Formel-1-Boliden sind im Grunde nichts anderes als Computer auf Rädern.

Pro gefahrener Runde ein MB Daten

Jenson Buttons Wagen von Renault besteht aus über 4.500 Komponenten, die ständig von 200 am gesamten Auto verteilten Sensoren überwacht werden.

Während eines Rennens zeichnet das Computersystem vom Reifendruck bis zum Zustand der Scheibenbremsen alles auf. Auch der Fahrer steht unter ständiger Beobachtung, jede seiner Aktionen wird aufgezeichnet, um sie später genau zu analysieren.

Die Informationen werden in Echtzeit an Techniker in Oxfordshire, in Frankreich und natürlich an das Team in Silverstone selbst weitergeleitet.

Jede gefahrene Runde erzeugt über ein MB an Daten, die sofort diskutiert werden und nach denen sofort gehandelt wird. Betreffen die Änderungen nicht den Fahrer, wird die elektronische Regelung von Parametern via Funk durch die Techniker vorgenommen, während der Bolide über die Rennstrecke rast.

Keine Ausfälle

Die größte Herausforderung ist jedoch auch für Formel-1-Techniker in erster Linie, das gesamte System am Laufen zu halten, da Ausfälle fatale Folgen haben können und dem gesamten Team währenddessen die Hände gebunden sind.

Deswegen wird jeder Aspekt des Netzwerks doppelt abgesichert, um sicherzugehen, dass es immer einen Weg der Kommunikation zwischen Fahrer, Auto und Team gibt.

Auch die Sicherheit der Systeme ist äußerst wichtig.